

Und da war die Welt für den Systemfunk wieder im Lot:
„AfD verliert haushoch – CDU mit teils überraschenden Siegen“
weiß der Westdeutsche Rundfunk (WDR) noch am Abend der Wahl zu berichten.
Wir befinden uns in Nordrhein-Westfalen, dem einwohnerstärksten Bundesland der BRD. Nach den Kommunalwahlen hat dort am 28. September in fast 150 entscheidenden Städten und Kreisen wie z.B. Münster, Hagen, Dortmund, Köln oder Gelsenkirchen die Stichwahl und damit die Entscheidung über die Besetzung der Bürgermeister- bzw. Landratsämter stattgefunden.
Die Kommunalwahlen in NRW wie auch die Bundestagswahlen vom Februar d.J. beweisen meines Erachtens eine fatale Wahrheit: Die Mehrheit der BRD-Bevölkerung erscheint geistig oder charakterlich unfähig, erkennbar aber unwillig, sich von den sie besetzenden Schmarotzern zu befreien.
Im Gegenteil bestätigen sie freiwillig durch eigenes Mitwirken immer und immer und immer wieder genau diejenigen antideutschen Kräfte, die in der VSA-Kolonie BRD seit 76 Jahren im Auftrag und zum alleinigen Nutzen raumfremder Mächte hausen, dieses Land nach Plan aus Washington verwüsten und die Restbestände der Deutschen im größten Freiluftgefängnis der Welt nun schon in der vierten Generation ausbeuten und entrechten.
Was die generalstabsmäßig über fast die ganze Welt ausgerollte Covid-19-Plandemie als Verschwörung und Kriegserklärung der weltweit vernetzten Eliten gegen die Völker schon hinreichend offenbart hat, beweist sich seitdem hierzulande immer wieder als durchgängiger Trend: die Mehrheit ist obrigkeitstreu bis in den (selbstgewählten) Untergang.
In diesem Zusammenhang erschien es mir interessant, die Stichwahl in Gelsenkirchen genauer zu betrachten. Denn Gelsenkirchen mag geradezu ein Symbol sein für das, was in diesem Land in unserer Zeit schief läuft (oder vielleicht läuft es auch gerade, nur wir denken schief, also außerhalb des Systemkorridors).
Schauen wir einmal, was Wikipedia, der man ja vertrauen soll, über Gelsenkirchen schreibt (Schreibweise des Originals):
„Im Jahr 2022 lag Gelsenkirchen mit rund 260.000 Einwohnern auf Platz zwölf der 30 Großstädte Nordrhein-Westfalens. Früher hatte Gelsenkirchen aufgrund der vielen Fackeln, mit denen die Kokereien das überschüssige Koksofengas entsorgten, den Beinamen Stadt der 1000 Feuer. Seit den 1960er Jahren vollzieht sich ein Strukturwandel von der Montanindustrie zur Wissens- und Dienstleistungswirtschaft. […]
Bis weit in die Zeit der Montan- und Stahlkrisen gab und gibt es in Gelsenkirchen große produzierende Unternehmen aus diesem Industriebereich, unter anderem die heute weiterhin bestehende Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik und das Gusstahlwerk der Thyssen AG.
In den 1990er Jahren wurde in Gelsenkirchen – später als in einigen anderen Ruhrgebietsstädten – die Umstrukturierung der Wirtschaft und der Stadt selbst sichtbar. So fand 1997 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Nordstern die Bundesgartenschau (BUGA) statt, die das ehemalige Zechengelände zum Landschaftspark umgestaltete. […]
Der Ausländeranteil Gelsenkirchens lag am 31. Dezember 2023 bei 26,0%. […] Der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung betrug 2021 34,0 %. […] 2021 waren 20,6 % der Gelsenkirchener Einwohner erwerbsfähige Leistungsberechtigte, darunter 14,7 % der deutschen und 39,0 % der nichtdeutschen Bevölkerung. Die Arbeitslosenquote betrug 2021 insgesamt 15,4 % (10,8 % bei Deutschen bzw. 36,1 % bei Nichtdeutschen) und lag somit deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 7,7 % (5,7 % bzw. 21,1 %).[…]
Gelsenkirchen war bis in die 1980er Jahre stark von der Montanindustrie (Ruhrbergbau) geprägt. Weil dieser Wirtschaftszweig keine Zukunft mehr hatte und die Zechen in Gelsenkirchen eine nach der anderen schlossen, versuchte die Stadt, sich Ende der 1990er Jahre vor allem als Zentrum für Solartechnologie zu positionieren. Die wirtschaftliche Schwäche zeigt sich jedoch in einer weit über dem Bundesdurchschnitt von 5,2% liegenden Arbeitslosenquote, die bei 14,1% lag. (jeweils Stand Oktober 2021). […]
Im Zukunftsatlas 2016 befand sich Gelsenkirchen auf Platz 389 von 402 Gebietskörperschaften in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „hohen Zukunftsrisiken“. Die Stadt belegte damit den letzten Platz unter allen Kreisen und Städten in Westdeutschland sowie den letzten Platz unter allen kreisfreien Städten im gesamten Bundesgebiet. In der Ausgabe 2019 des Zukunftsatlasses hat sich die absolute Position auf 377 von 401 verbessert, ebenfalls mit „hohen Zukunftsrisiken“. Das liegt vor allem am Faktor Demografie mit einem 73. Platz, während in der Kategorie Wohlstand & Soziale Lage der 398. Platz verzeichnet wird.“
Nun, der „Strukturwandel von der Montanindustrie zur Wissens- und Dienstleistungswirtschaft“ hat schon in Großbritannien erfolgreich für devastierende Verhältnisse in den einstigen Industrierevieren im Norden des Landes gesorgt. Da muß man für Gelsenkirchen extra auf die wenigen verblieben Industriebetriebe hinweisen, die vergleichsweise gute Löhne zahlen (mit deren Kaufkraft dann die lokale Wirtschaft in der Stadt gefördert wird) und die Gelsenkirchen mit entsprechenden Zahlungen an Gewerbesteuer am Leben halten.
Warum die Montanindustrie „keine Zukunft mehr hatte“, ein Schicksal, das sie mit der ebenfalls einst reich vorhandenen Bekleidungsindustrie teilt, und warum die „Demografie“ für die Situation verantwortlich sein soll, erfahren wir bei Wikipedia (natürlich) nicht. Was wir hingegen erfahren ist dies: Seit 1946 wird Gelsenkirchen, mit einem Ausrutscher von 1999-2004, allein von der SPD regiert.
Somit kann Gelsenkirchen als ein geeignetes Untersuchungsobjekt für die Wirkung der Herrschaft der BRD-Systemparteien über den gesamten Zeitraum der Nachkriegszeit bis heute betrachtet werden. Denn auch in jenen fünf Jahren herrschte in Gelsenkirchen nicht irgendeine systemfeindliche Partei, sondern die CDU. Die volle Verantwortung für die heutige Situation in der Stadt tragen also die Systemparteien SPD und CDU.
In dieser Stadt, die seit 1946 praktisch durchgängig von der angeblichen Arbeiterpartei SPD regiert worden ist, herrscht, deutlich gesagt, Elend und Perspektivlosigkeit, dargelegt mit dem drittletzten Platz „in der Kategorie Wohlstand & Soziale Lage“.
Da hilft dann auch keine Bundesgartenschau auf Industriebrachen…
Nun durften die Gelsenkirchener anno 2025 erneut zur Wahl der sie für raumfremde Mächte Beherrschenden schreiten, und sie haben es getan. Bei 43,6% Wahlbeteiligung wählten sie in der Stichwahl mit 66,9% die Kandidatin der SPD vor dem Bewerber der AfD (3,1%).
Man mag mich schelten, aber mir erscheinen 66,9% signifikant mehr als 33,1% zu sein.
Man mag einwenden, die AfD hätte gemäß der offiziellen Statistik 17% gewonnen und die SPD hätte 4,7% verloren, und prozentual lägen die beiden Parteien im Stadtrat mit 30,4 % (SPD) zu 29,9% (AfD) praktisch gleichauf – und das ist zutreffend. Zutreffend ist auch, daß im Vergleich zur Stichwahl 2020 sowohl die Ergebnisse der SPD-Kandidatin (2020: 59,4%) als auch die Wahlbeteiligung (2020: 26,6%) erheblich gesteigert worden sind.
Wieso sind jedoch überhaupt noch 43,6% der Menschen in Gelsenkirchen zur Wahl gegangen?
Wieso haben immerhin 66,9% ausgerechnet die Kandidatin jener Partei gewählt, die diese einstmals stolze Industriestadt in das soziale Aus geritten hat?
Was ist der Grund für diese tiefe, unerschütterliche Treue?
Nicht nur Schalke spielt jetzt eben in der zweiten Liga. Vielleicht haben sich unsere lieben Mitmenschen mehrheitlich damit abgefunden, daß ihr fremdbestimmtes Leben in der bunten und vielfältigen VSA-Kolonie bestenfalls zweitklassig sei darf.
Es ist nicht zu leugnen, daß die Mehrheit der BRDler immer wieder freiwillig diejenigen Politiker und Parteien wählen, die dem von antideutschen Mächten bereits vor 1945 beschlossenen Untergang Deutschlands und der Vernichtung des deutschen Volkes zuarbeiten.
Die (anwachsende) Minderheit der BRDler wählt brav jene (vom System erlaubte) angebliche Alternative, der man bis dato keine Verfehlungen im Amt nachweisen kann, weil sie noch in kein Amt gelangt ist. Hauptsache, man gibt seine Stimme ab.
Daß diese eigentlich Stimmlosen aller Couleur in Kürze wieder lautstark über „die da oben“, die sie durch ihre Wahlteilnahme doch selbst ins Amt gebracht (bzw. dort gehalten) haben, schimpfen werden, ist Alltag. Dieser wird nur dann kurz unterbrochen, wenn die ergebenen Motzer zur nächsten Wahl schreiten werden, um danach weiter motzen zu können.
Durch das Handeln der Massen ändert sich gar nichts. Die Masse ist Menge, nicht Güte.
Diese Wahrheit ist ernüchternd. Sie befreit allerdings von jedem Zweifel, jeder Illusion, und auch von jedem Skrupel.
Die Wähler in NRW, die die Systemparteien erneut brav auf den Schild gehoben haben, wurden übrigens noch am Wahlabend mit der Aussicht auf das Streichen der Pflegestufe 1 aus dem Leistungskatalog der Pflegeversicherung belohnt.
Die „Tagesschau“ meldet:
„Seit 2017 werden Menschen mit verhältnismäßig geringen Beeinträchtigungen in den Pflegegrad 1 eingestuft. Die Bundesregierung überlegt offenbar, diese Möglichkeit abzuschaffen. Kritik kommt von Opposition und Verbänden – und auch aus der SPD.In der gesetzlichen Pflegeversicherung fehlen für das Jahr 2026 rund zwei Milliarden Euro. Angesichts der Lücke gibt es in der Bundesregierung offenbar Überlegungen, den Pflegegrad 1 ganz zu streichen. Die Kürzung sei eine mögliche Maßnahme zur Konsolidierung der Finanzlage, berichtete die Bild am Sonntag unter Berufung auf übereinstimmende Angaben von führenden Politikern von Union und SPD.“
Wer für das „Milliardenloch in Pflegeversicherung“ (ist deutsche Grammatik jetzt „rääächtz“?) verantwortlich ist, wird dem braven Wähler nicht gesagt – dies könnte ihn ja eventuell zum Nachdenken bringen. Auch ohne die per Zwangsabgabe alimentierte Agentur für betreutes Denken müßte ein durchschnittlich intelligenzbegabter Mensch schon darauf kommen, daß die Milliardensummen aus den öffentlich-rechtlich organisierten sozialen Sicherungssystemen nicht von den Panzerknackern aus Entenhausen geklaut worden sind, sondern von den Politikern der erneut durch die Mehrheit der Wähler in NRW bestätigten Parteien. Diese Politiker betrachten die Sozialversicherungen augenscheinlich als Kassen für ihre Klientelpolitik. Daß ausgerechnet die Diebe jetzt „zur Konsolidierung der Finanzlage“ schreiten, die ihnen bereits Bestohlenen also noch einmal schädigen werden, ist fast schon ein guter Witz…
PS: Der Satz, daß nur die dümmsten Kälber freiwillig ins Schlachthaus wandern, ist bedeutend älter als der bolschewistische Barde, dem er oft zugesprochen worden ist:
„Dieses Sprichwort taucht erstmals 1874 auf einem Schweizer Stimmzettel zur Wahl der Züricher Steuerkommission auf, was damals von vielen deutschen und österreichischen Zeitungen amüsiert berichtet wurde. Der Witz des unbekannten Autors wurde in den Jahren darauf weit verbreitet und von Sozialdemokraten schon vor dem 1. Weltkrieg bei Wahlen oft als Slogan verwendet.“
Von „Sozialdemokraten“ – eben…
Irgendwie stimmt es mich tröstlich: Wenn bereits 1874 in der schönen Schweiz schon absehbar gewesen ist, daß der Mensch als Teil der Masse bestenfalls strunzdumm, schlimmstenfalls suizidal bis bösartig ist, müssen wir Heutigen uns vielleicht nicht allzu sehr grämen, weil unsere lieben Mitbürger sich diesen Lorbeer erneut umgehängt haben.
Akzeptieren wir ob dieser uns zwangsweise verabreichten bitteren Medizin mit dem Gebet des Pastors Reinhold Niebuhr das augenscheinlich Unabänderliche:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
In diesem Sinne heißt es für uns: Fokussieren, Kräfte sammeln, Weiterkämpfen.
Quellen:
Bericht Stichwahlen:
Gelsenkirchen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchen
Statistik Gelsenkirchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ergebnisse_der_Kommunalwahlen_in_Gelsenkirchen
Stichwahl in Gelsenkirchen:
Mögl. Streichung der Pflegestufe 1:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/pflegestufe-koalition-100.html
Falsches Brechtzitat:
https://falschzitate.blogspot.com/2018/04/nur-die-allerdummsten-kalber-wahlen.html
Gebet Niebuhr:
https://www.aphorismen.de/zitat/25799
Stefan H. Heuer, M.A.
Historiker, geboren 1964, hat als Dozent in der Erwachsenenbildung sowie in der Personalentwicklung u.a. eines international tätigen VS-amerikanischen Dienstleistungsunternehmens gearbeitet.