Eine kulturpolitische Betrachtung zur Lage im Nahen Osten nach den Iden des März 2026 (15.03.2026)

Albrecht Altdorfer, deutscher Maler der Reformationszeit, lieferte mit seinem Schlachtgemälde „Die Alexanderschlacht“ (1519) eine vollumfängliche Schau und Darstellung hunderter von Kriegern, Kämpfern, auf die Spitze getriebener Auseinandersetzung um einen Kampf auf Leben und Tod zweier Heere, welche, auf heute bezogen, gerüstet zu einer Tatumkehr von der geschichtlich gewordenen Welt zu einer nun entstehenden neuen Weltordnung im Nahen Osten eine wesenhafte Betrachtung sich ändernder Zeitläufe belehrend anerbieten.
Dieses Meisterstück europäischer Malkunst bietet hier inmitten der bedrohlichsten Lage eine beruhigende Klärung, wie sich die Dinge ändern können, insofern man die Sendung ihrer Neuheit begreift am historischen Vorbild.
Unter den hunderten oder ungezählten Figuren des Kriegsgemäldes, leuchtet das Anonyme des Schlachtablaufes in einem einzigen Punkte zur allerhöchsten Individualität auf: das Auge des persischen Königs , meisterhaft wie nie wieder, auch nicht von den Italienern, gelingt es dem deutschen Maler mit geringsten Pinselstrichen ein Entsetzen, eine Bedrängnis, eine Not und Flucht, eine verzagende Furcht, welche unausweichlich die Erwartung auf Tod und Untergang seines Reiches spannungsgeladen zur höchst möglichen Personalisierung des Schicksals darzubieten das Bild sich übertrifft und alles in einem einzigen Blick alles enthalten, was sich da entlädt an Gauen in einem Völkerringen: das Auge des Darius!
Nun schreiben wir schon die 4. Woche des Kriegsgeschreys der Gegenwart, welche die Erinnerung an das Reich der Perser nicht mehr kennt und einen Rollenwechsel vornahm, dessen der könnerhafte Meister der Malkunst bis zur Stunde entbehrt.
Heute trifft der iranische Ajatollah allerdings auch nicht mehr auf einen Alexander den Großen, sondern auf das geringere Format eines Geschäftemachers und Spekulanten auf Quadratmeter, Ländereien und eines Räubers an fremden Bodenschätzen im polternden Auftritt und aufdringlichem Gebaren von wenig gewinnenden Fähigkeiten, der im Sandkasten seiner kindlichen Entwicklung stecken gebliebene Präsident aus God’s own Geschäftewelt; nennen wir ihn hübscher als wir es meinen, Donald Deal, Spieler und Rumpelgeist, welcher Grönland/“Island“ zuvor an anderer Stelle wollte und bockig aufstampft, wenn ihm die böse Welt nicht sofort sein Spielzeug aushändigt und ihm der noch bösere Iran seine Vorrechte durch amerikanische Geburt auf dessen Ölreichtum nicht augenblicklich aushändigen will und ihn unverständlicherweise nun nötigt, es sich zu nehmen: ein Spitzbube der Spekulation und der apokalyptische Reiter aus Wildwest, den Altdorfers Vorläufer Dürer ebenfalls schon künstlerisch als weitere Glanzleistung in Deutschland zu Papier brachte.
Ich mag nicht erkennen, daß ein deutscher Maler nicht größer war als ein fremder Künstler, wenn er nur er selber blieb in s e i n e r Kunst, die aus ihm entsprang. Ob Raffael oder Altdorfer größer war in der Themenstellung und ihrer Meisterung ist in diesem Zusammenhang nur ein launiges Quartettbubenstück um die meisten Punkte statt um den größeren Charakter.
Seit König Kyros einen geschichtlich herleitbaren Anspruch auf ganz Vorderasien erhob, verbanden sich in diesem Raume babylonische, ägyptische und griechische Einflüsse und schufen ergänzt um eigene Stammeseigenheiten eine neue selbstständige Kunst. Einiges ist über das Ende des Altertums auf uns gekommen und begeistert uns noch immer.
Bis kurz vor der Kulturbefreiung durch us-republikanische Reptiloide konnte man in Isfahan Moscheen erleben, die von oben bis unten im bezaubernsten Blautürkis eine einzigartige Belebung der ansonsten sehr erdigen und farbabgewandten Umgebung darboten und den gesamten geheimnisvollen Rausch des fremden Landes aus 1001-Nacht in sich aufnahmen und grandios zur Schau stellten. Zwar beten dort die Menschen zu einem uns fremden Gotte, aber auf diesem Glaubenswege schufen sie für alle Menschen mit Kultur im Blute Meisterwerke von ungeheuerem Reize und Denkmäler ewiger Ergriffenheit.
Der den Moscheen mitunter vorgelagerte freie Platz bot ein wahrhaft großes Raumgefüge zur Umfassung der Gläubigen auf ihrer Einkehr ins Heiligtum. Alles war groß gedacht, geplant und ausgeführt, vollendet geleistete und durchbildete Kunst des Islam und fiel nun als Scherbenhaufen ins Nichts, wie Perlen vor die USA und die Juden, welch letztere auch in unseren gotischen Domen zur Verachtung dieser diabolischen Despoten fratzenhaft und abschreckend den Sehenden zu denken gaben auf das, was ab 1941 ebenfalls durch US-Luftterroristen vollzogen wurde im Vorgriff auf die Vernichtung jedweder Kulturleistung, die dem vereinten Barbarentum aufstieß, die geistlose Laune verdarb und die der Erlösung durch Vernichtung anheim zu fallen hatte.
Wir, die wir aus edlerem Holze sind als unsere Feinde, treffen uns in einem weiteren kulturell besonderen Gebiete mit dem ähnlichen Baugedanken Irans:
„Die Perser sind Arier und diesen liegt die Holzbaukunst im Blut.“ (Heinrich Bergner: Grundriß der Kunstgeschichte, Leipzig 1911).
Und kühn wie alle Arier zu Felde, zu Wasser und in der Luft versuchten die Perser beim Bau des Prunksaales für König Xerxes die begrenzenden Außenmauern wagemutig ganz zu beseitigen und den Hauptsaal beinahe frei und völlig lichtdurchflossen in Persepolis zu gestalten; noch einmal Heinrich Bergner:
„Niemals wieder ist etwas Ähnliches versucht worden.“ (a.a.O.).
War dies denn bei den lichtdurchbrochenen gotischen Turmhelmen der Deutschen in Straßburg, Ulm, Freiburg und Köln anders?
Auch der Untergang und das Verlieren eines Krieges kann einen hohen Wert bemessen! Und so reiht sich in Persepolis in einem der erhabenen Felsengräber der gescheiterte König Darius, den Sonnengott verehrend, ein in das Gleichnis einer Erbwiedergeburt innerhalb der SS und seines Reichsführers. Der Untergang ist nicht ehrlos, wenn er einen Sieger zurück läßt, der nichts vergleichbares zu bieten hatte.
Wie folgerichtig musste dies zum Höhepunkt der abscheulichsten Zumutung allen Völkern in Erinnerung bis auf die Knochen führen, als der Big-Business-Boss die Vernichtung und das Auslöschen von 94.000.000 iranischen Menschen so eben im Vorübergehen beschloß: ja, auf Völkermord und Ausrottung versteht man sich in Yankee-Land seit der Abschlachtung der Eigentümer eines ganzen Erdteils, deren Reste man touristenungefährlich mit Whiskeyverfallsdrogen niederhält in Reservaten genannten Freilichtlagern, denen gegenüber die anderen Fünfstern-GULAG wie romantische Pfadfinderlager aufscheinen.
Wer sich an oberster Stelle eines Staates auf verbale Ausfälle versteht, versteht sich auch auf veritables Ausrotten!
Den Begriff des mächtigsten Mannes der Welt sollten wir todernst nehmen!
Und wie leicht verständlich wirkt hierzu, daß die Rache an Trump der Trumpf des Iran wird. Man sieht ihn schon aus der Ärmelfalte spitzen, seine Ziehung steht bevor und es wird wirken wie sechs Richtige!
Die diesjährige Alexanderschlacht mag zu einem entgegengesetzten Ausgang führen oder nicht, der Nahe Osten wird sich uns gegenüber so stark verändern, daß er innerlich und äußerlich zu einem sehr Fremden Osten werden dürfte. Das Bild, das er hinterlassen wird, wird keinem Albrecht Altdorfer mehr in Auftrag gegeben, denn eine neue Renaissance ist mit Drohnen, Hyperschall und Mehrfachsprengköpfen keine Spenderin einer Erneuerung der Kunst oder einer Fortführung der Reformation, sondern ein nicht mehr zu beschreibendes Elend aus Not, Mord und Ende aller vorstellbaren Werte. Ein schwarzes Blatt des Grauens, das des Todes bedarf aber keines Künstlers mehr.
Wünschen möchte ich mir, daß das Auge des Darius für dieses mal sich wenden möge in ein Auge im Sturm eines Krieges an dessen Ende ein tapferes Volk den Pforten der Hölle widerstanden hat.
Auch für den Iran gilt: „Kein Unglück ewigk!“